Paketverwaltung


Packagemanagement Programme sind zuständig für die Aktualisierung, Installation und Deinstallation von Paketen und Programme.

Ein Paket beinhaltet z.B. „Programmdateien“, „Manpages“, „Konfigurationsdateien“, aber auch Metadaten über Abhängigkeiten zu anderen Paketen sowie Paketname und Version. Die Pakete werden in den Reposistories zu Verzeichnisse zusammengefaßt auf die dass Paketverwaltungstool zugreift.


Es gibt verschiedene Paketveraltungssysteme für Linux und BSD Systeme.




Die „dpkg“ (Debianpackage) Paketverwaltung ist in der Lage Pakete zu installieren, upgraden, entfernen, auf abhängige Pakete testen und Debian Pakete zu bauen. Es ist jedoch nicht möglich abhängigkeiten aufzulösen oder Paketquellen selbstständig zu laden.


Syntax:

  • dpkg [opt] [paket]




Optionen:

  • -i [pfad/paketname] ⇒ --install, installiert Paket.
  • -l [paket] ⇒ --list, listet alle installierten Pakete zu Paket.
  • -L [paket] ⇒ --listfiles, listet alle installierten Pakete zu [paket] und deren Inhalt.
  • -C ⇒ Sucht nach Paketen, die nur teilweise installiert wurden.
  • -s [paket] ⇒ --status, zeigt Informationen, Abhängigkeiten, Konflikte über Installiertes Paket.
  • --unpack [paketdatei] ⇒ Entpackt das Paket, ohne es zu konfigurieren.
  • --configure [paket] ⇒ Konfiguriert ein entpacktes, nicht konfiguriertes Paket. Mit der Option „-a“ oder --pending anstelle von [paket], werden alle entpackten, nicht konfigurierten Pakete konfiguriert (dies gilt auch für --remove).
  • dpkg-reconfigure ⇒ konfiguriert ein bereits konfiguriertes Paket neu.
  • -r [paket] ⇒ --remove, entfernt installiertes Paket. --remove mit der zusätzlichen Option --purge entfernt auch die konfigurationsdateien des Pakets.
  • --get-selections [paket[-muster]] ⇒ Zeigt liste von Paketauswahlen (installiert, deinsalliert). Ohne Muster werden vollständig gelöschte Pakete nicht angezeigt.
  • --set-selections [paket] [zustand] ⇒ Setzt den Zustand der Paketauswahl auf install, hold, deinstall oder purge.
  • --clear-selections ⇒ Setzt den Zustand von jedem nicht essentiellen Paket auf deinstall. (vor --set-selections eingesetzt werden alle Pakete deinstalliert, die nicht in der Liste von --set-selections vorkommen.)
  • --yet-to-unpack ⇒ sucht nach Pakete, die zur Installation ausgewählt, jedoch nicht installiert wurden.
  • --print-architecture ⇒ gibt die Architektur der Pakete aus, z.B (i386).
  • --help ⇒ kurze Hilfe.
  • --version ⇒ Zeigt dpkg Versionsinformationen.




Beispiele:

dpkg -i apache2-68.deb

Installiert das Paket apache2-68.


hans@home:~$ dpkg -s nautilus
Package: nautilus
Status: install ok installed
Priority: optional
Section: gnome
Installed-Size: 3112
Maintainer: Josselin Mouette <joss@debian.org>
Architecture: i386
Version: 2.30.1-2squeeze1
Replaces: libnautilus2-2
Provides: nautilus-extensions-2.0
Depends: libatk1.0-0 (>= 1.29.3), libc6 (>= 2.7), libcairo2 (>= 1.2.4), libdbus-glib-1-2 (>= 0.78), libexempi3 (>= 2.1.0), libexif12, libgail18 (>= 1.18.0), libgconf2-4 (>= 2.27.0), libglib2.0-0 (>= 2.24.0), libgnome-desktop-2-17, libgtk2.0-0 (>= 2.20.0), libice6 (>= 1:1.0.0), libnautilus-extension1 (>= 2.30), libpango1.0-0 (>= 1.20.0), libselinux1 (>= 1.32), libsm6, libunique-1.0-0 (>= 1.0.0), libx11-6, libxml2 (>= 2.7.4), libxrender1, nautilus-data (>= 2.30), nautilus-data (<< 2.31), shared-mime-info (>= 0.50), desktop-file-utils (>= 0.7), gvfs (>= 1.3.2), libglib2.0-data
Recommends: desktop-base (>= 0.2), eject, brasero (>= 2.26), librsvg2-common, synaptic, app-install-data, gvfs-backends, consolekit
Suggests: eog, evince | pdf-viewer, totem | mp3-decoder, xdg-user-dirs, tracker
Breaks: gnome-session (<< 2.28), gnome-volume-manager (<< 2.24), rhythmbox (<< 0.12)
Conflicts: libnautilus2-2, libnautilus2-dev
Description: file manager and graphical shell for GNOME
 Nautilus is the official file manager for the GNOME desktop. It allows
 to browse directories, preview files and launch applications associated
 with them. It is also responsible for handling the icons on the GNOME
 desktop. It works on local and remote filesystems.
 .
 Several icon themes and components for viewing different kinds of files
 are available in separate packages.
Homepage: http://www.gnome.org/projects/nautilus/

Zeigt Informationen über Paket.


user@home:~$ dpkg -l | grep apache2
ii  apache2-utils                             2.2.14-5ubuntu8.4                               utility programs for webservers

Zeigt alle Installierten Pakete zu „apache2“.


apt-get source [paket]

Paketquellen herunterladen.


apt-get build-dep [paket]

Alle Pakete installieren, die für übersetzung paket notwendig sind.


dpkg -i /pfad zu/[paket]

Paket installieren.




Das Advanced Pagaging Tool ist ein von Debian stammendes Paketverwaltungsprogramm für „*.deb“ Pakete, kann mittlerweile auch für „rpm“ Pakete verwendet werden.



sources.list


In der Datei „/etc/apt/sources.list“ sind die Reposistories gelistet wie z.B. CD Datenträger, Http oder Ftp Serverquellen auf die bei einem Update oder Installation zugegriffen wird. In „*.deb“ werden die Programmpakete, in „deb-src“ die Quellpakete gelistet.

In Debian Systemen kann die „/etc/apt/sources.list“ Datei mit zahlreichen Quellen ergänzt werden, wie z.B. unfreien (nicht von Debian unterstützten) Paketquellen.


Beispiele für /etc/apt/sources.list Dateien:

# 

# deb cdrom:[Debian GNU/Linux 6.0.0 _Squeeze_ - Official i386 CD Binary-1 20110205-17:27]/ squeeze main

# deb cdrom:[Debian GNU/Linux 6.0.0 _Squeeze_ - Official i386 CD Binary-1 20110205-17:27]/ squeeze main

deb http://ftp.de.debian.org/debian/ squeeze main
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian/ squeeze main

deb http://security.debian.org/ squeeze/updates main
deb-src http://security.debian.org/ squeeze/updates main

deb http://ftp.de.debian.org/debian/ squeeze-updates main
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian/ squeeze-updates main

Standard „sources.list“ Datei bei Debian Squeeze (Offizielle Freie Debian Paketquellen).


deb http://ftp.de.debian.org/debian/ squeeze main contrib non-free
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian/ squeeze main contrib non-free

deb http://security.debian.org/ squeeze/updates contrib non-free main
deb-src http://security.debian.org/ squeeze/updates contrib non-free main

„sources.list“ Datei bei Debian Squeeze mit unfreien Paketquellen.


deb http://ftp.de.debian.org/debian/ squeeze-proposed-updates contrib non-free main
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian/ squeeze-proposed-updates contrib non-free main




FIXME


deb http://backports.debian.org/debian-backports squeeze-backports main contrib non-free
deb http://backports.debian.org/debian-backports squeeze-backports-sloppy main contrib non-free

deb-src http://backports.debian.org/debian-backports squeeze-backports main contrib non-free
deb-src http://backports.debian.org/debian-backports squeeze-backports-sloppy main contrib non-free

Debian Backports beinhalten zurückportierte Paketquellen aus Unstable.


deb http://download.skype.com/linux/repos/debian/ stable non-free

Paketquellen für Skype.



Debian LTS


Seit 2014 gibt es für Debian Squeeze eine Long Term Support Unterstützung.

deb http://http.debian.net/debian/ squeeze-lts main contrib non-free
deb-src http://http.debian.net/debian/ squeeze-lts main contrib non-free

Diese „sources.list“ Einträge aktivieren die Langzeitunterstützung für Debian Squeeze.

FIXME



apt-get


Ein Kommandozeilenwerkzeug zur verwaltung von Paketen. Es dient zum Quelldateien aktualisieren, Pakete installieren, aktualisieren und entfernen. Hierfür werden „root“ Rechte benötigt. „apt“ kann Paketabhängigkeiten selbstständig auflösen und gibt diese auf der Konsole aus.


Syntax:

  • apt-get [opt] [paketname]




Optionen:

  • update ⇒ lädt die aktuellen Paketdaten der in der sources.list eingetragenen Reposistories. Diese Option sollte vor jedem upgrade durchgeführt werden.
  • upgrade ⇒ aktualisiert ausschließlich installierte Pakete, keine Pakete werden gelöscht oder neue hinzugefügt.
  • dselect-upgrade ⇒ Entfernen von alten und Installieren von neuen Paketen.
  • safe-upgrade ⇒ führt ein sicheres upgrade durch.
  • dist-upgrade ⇒ löst Paketabhängigkeiten von neueren Paketversionen auf und aktualisiert die Pakete, hier werden nicht mehr benötigte Pakete gelöscht, ggf. auch hinzugefügt.
  • install [paket(e)] ⇒ installiert Paket(e), abhängigkeiten zu anderen Paketen werden automatisch aufgelöst.
  • -t [release] [install] [paket(e)] ⇒ installiert Pakete mit Durchsetzung von richtlinien z.B. unstable oder backports.
  • remove [paket(e)] ⇒ löscht Paket(e).
  • autoremove ⇒ entfernt Pakete, die automatisch installiert wurden um Abhängigkeiten aufzulösen, die jedoch nicht mehr benötigt werden.
  • remove --purge [paket(e)] ⇒ löscht Paket(e) und die Konfigurationsdateien.
  • source [paket(e)] ⇒ lädt Quellpaket von deb-src gelisteten Reposistories als tar.gz Archiv ins aktuellen Verzeichnis. Das Quellpaket kann dann mit dpkg-buildpackage übersetzt werden, um z.B. installationsoptionen zu verändern und mit dpkg -i [paket] installiert werden.
  • build-dep [paket(e)] ⇒ hier werden alle fürs übersetzen des Sourcepaketes benötigten Pakete installiert.
  • check ⇒ Aktualisiert den Paketzwischenspeicher und prüft ob beschädigte Abhängigkeiten vorliegen.
  • clean ⇒ löscht den Paketcache in /var/cache/apt/archives/. Hier werden heruntergeladene Pakete gespeichert.
  • autoclean ⇒ wie clean, entfernt aber nur Pakete, die nicht mehr heruntergeladen werden können und größtenteils nutzlos sind.
  • --no-install-recommends ⇒ Empfohlene Pakete bei der Installation nicht als Abhängigkeit betrachten.
  • -d [paket] ⇒ --download-only, Paketdateien nur herunterladen.
  • -f ⇒ --fix-broken, versucht ein System von beschädigten Abhängigkeiten zu befreien.
  • -m ⇒ --ignore-missing, --fix-missing, hält fehlerhafte Paketdateien zurück oder wenn die Integritätsprüfung nach dem Herunterladen fehlschlägt.
  • -s ⇒ --simulate, führt eine Simulation von Ereignissen durch, die eintreten könnten.
  • -u ⇒ --show-upgraded, zeigt Pakete die upgraded werden sollten und listet Pakete von denen ein Upgrade gemacht wurde.
  • -V ⇒ --verbose-versions, zeigt Versionen für Pakete, die Aktualisiert oder Installiert wurden.
  • -b ⇒ --compile, --build, Kompilert Quellpakete.
  • --ignore-hold ⇒ Ignoriert das zurückhalten von Pakete.
  • --reinstall [paket] ⇒ Installiertes Paket erneut installieren.
  • -h ⇒ kurze Hilfe.
  • -v ⇒ Version des Programms.




Beispiele:

root@home:# apt-get update
....
OK   http://ftp.de.debian.org squeeze/main i386 Packages
OK   http://ftp.de.debian.org squeeze/contrib i386 Packages
OK   http://ftp.de.debian.org squeeze-updates/main i386 Packages
....
Paketlisten werden gelesen... Fertig

Aktuelle Paketdaten laden.


root@home:# apt-get upgrade
Paketlisten werden gelesen... Fertig
Abhängigkeitsbaum wird aufgebaut       
Statusinformationen werden eingelesen... Fertig
0 aktualisiert, 0 neu installiert, 0 zu entfernen und 0 nicht aktualisiert.

Upgraden von Installierten Paketen. Hier ist das System auf dem aktuellen Stand.


root@home:# apt-get -t squeeze-backports install nvidia-installer-cleanup libgl1-nvidia-glx nvidia-alternative 
nvidia-support xorg-video-abi-10 xserver-xorg-core nvidia-kernel-295.59 nvidia-vdpau-driver 
nvidia-kernel-dkms nvidia-kernel-source nvidia-settings glx-alternative-nvidia 
libgl1-nvidia-alternatives libglx-nvidia-alternatives nvidia-kernel-common nvidia-glx  quilt

Installiert auf einem Debian-Stable System Nvidia-GLX Treiber aus squeeze-backports.


Ein Kommando um die auf dem Rechner installierten Pakete zu ermitteln und in einer Datei speichern, diese können dann nach Bedarf aus der Datei installiert werden.




dpkg -l|awk '/^ii/{ print $2 }'|grep -v -e ^lib -e -dev -e $(uname -r) > paketliste



apt-get install $(<paketliste)





apt-cache


Stellt Operationen zum suchen und generieren von Ausgaben der Paket-Metadaten bereit und führt eine menge von Operationen auf dem Paketzwischenspeicher von „apt“ durch.


Syntax:

  • apt-cache [opt] [paket(e)]




Optionen:

  • search ⇒ sucht nach Paketen zu [paket].
  • show ⇒ zeigt infos zu [paket] aus der packages Datei des Reposistories.
  • add ⇒ fügt Paket Index Dateien zum Zwischenspeicher hinzu. Dies dient nur der Fehlersuche.
  • gencaches ⇒ Bildet Quellen und Paketzwischenspeicher aus den Quellen von „sources.list“ und „/var/lib/dpkg/status. (Gleiche Operationen wie apt-get check).
  • showpkg ⇒ Zeigt Informationen über Pakete.
  • stats ⇒ Zeigt Statistiken über den Zwischenspeicher.
  • showsrc ⇒ zeigt alle Quelldatensätze des Pakets.
  • dump ⇒ zeigt Programmausdruck von Paketen im Zwischenspeicher.
  • dumpavail ⇒ gibt eine verfügbare Liste auf „stout“ aus.
  • unmet ⇒ zeigt unerfüllte abhängigkeiten im Zwischenspeicher.
  • depends ⇒ zeigt Liste von jeder Abhängigkeit, die ein Paket hat und die Pakete, die Abhängigkeiten erfüllen können.
  • policy ⇒ gibt Prioritäten der Quellen aus, ohne Angabe von Paketen die Prioritäten aller Quellen.
  • madison ⇒ zeigt Informationen über Pakete in Tabellenform.




Beispiele:

hans@home:~$ apt-cache search geany
geany-plugin-addons - miscellanous plugins for Geany
geany-plugin-doc - a documentation plugin for Geany
geany-plugin-gdb - GDB plugin for Geany
....



hans@home:~$ apt-cache show geany
Package: geany
Priority: optional
Section: devel
Installed-Size: 7216
Maintainer: Damián Viano <des@debian.org>
Architecture: i386
Version: 0.19.1-1
....





apt-cdrom


Fügt eine CD-Rom zu den Quellen der „sources.list“ hinzu.


Syntax:

  • apt-cdrom [opt]




Optionen:

  • add ⇒ fügt ein neues Medium zur Quellenliste hinzu.
  • -d ⇒ Einhängpunkt der CD-Rom. (Muss in /etc/fstab eingetragen sein.)
  • -r ⇒ Medium umbenennen.
  • -m ⇒ Hängt die CD-Rom nicht ein.
  • -f ⇒ Schnelle Kopie. Prüft nicht jedes Paket.
  • -a ⇒ Gründliche Paketdurchsuchung. Nimmt ale Pakete auf.
  • -n ⇒ ändert die sources.list Datei nicht und schreibt keine Indexdateien.
  • -c [file] ⇒ Liest zuerst die Standardkonfigurationsdatei, danach [file].
  • -h ⇒ kurze Hilfe.
  • -v ⇒ Programmversion.




Beispiel:

hans@home:~$ apt-cdrom -v
apt 0.8.10.3 für i386, kompiliert am Apr 15 2011 21:02:29






Paketmanagement Tool zum installieren, aktualisieren und löschen von Paketen. „aptitude“ kann auf der Konsole oder im grafischen Modus gestartet werden. Das erste Argument das nicht mit [-] beginnt, wird als Befehl für das Programm interpretiert. Ohne Befehl startet „aptitude“ im visuellen Modus.


Syntax:

  • aptitude [opt] [paket]




Optionen:

  • update ⇒ Liste der APT Quellen erneuern.
  • upgrade ⇒ Installierte Pakete upgraden.
  • safe-upgrade ⇒ führt ein sicheres Upgrade durch. Es werden keine Pakete gelöscht.
  • full-upgrade ⇒ führt Upgrade aller Installierten Pakete durch, nicht mehr benötigte Pakete werden gelöscht oder neue heruntergeladen.
  • keep-all ⇒ löscht alle vorgemerkten änderungen.
  • search [paket(e)] ⇒ Sucht nach Paketen.
  • show ⇒ zeigt Informationen über Pakete.
  • forbid-version [paket(e)=version] ⇒ verbietet einem Paket auf eine bestimmte Version zu aktualisieren, lässt jedoch Upgrades auf spätere Versionen zu.
  • install [paket(e)] ⇒ installiert Paket(e).
  • remove [paket(e)] ⇒ löscht installierte Pakete.
  • reinstall [paket(e)] ⇒ installiert ein Paket neu.
  • purge [paket(e)] ⇒ löscht auch die Konfigurationsdatei des Pakets.
  • clean ⇒ löscht alle zwischengespeicherten Dateien aus dem Cache.
  • autoclean ⇒ löscht alle zwischengespeicherten Paketdateien aus dem Cache, die nicht mehr heruntergeladen werden können.







Paketzustand:

  • i ⇒ Paket installiert.
  • p ⇒ nicht installierte Pakete.
  • c ⇒ früher installierte Pakete.
  • d ⇒ listet zu deinstallierende Pakete.
  • p ⇒ listet zu deinstallierende Pakete purge.
  • A ⇒ listet automatisch installiertes Paket (optional).
  • M ⇒ als automatisch installiert listen.
  • m ⇒ als automatisch installiert demarkieren.
  • = ⇒ Paket nicht upgraden.
  • h ⇒ hold. Paket nicht upgraden.
  • / ⇒ Suchmaske öffnen.
    • ^ ⇒ anfang von Paket.
    • $ ⇒ ende Paketname.
    • [paket..] ⇒ Pakete mit vorkommen [paket..].




Optionen(visueller Modus):

  • u ⇒ Herunderladen der aktuellen Reposistories Pakete.
  • q ⇒ in der Liste hochnavigieren. Verlassen des Programms.
  • + ⇒ Installieren/Updaten des Paketes.
  • - ⇒ Deinstallieren von Paketen.
  • _ ⇒ Deinstallation mit Konfigurationsdateien.
  • U ⇒ ausgewälte Pakete Upgraden.
  • G ⇒ listet ausgewählte Aktionen. Nochmal G führt sie dann aus.






Der Red Hat Pakage Manager wurde ursprünglich von Red Hat entwickelt, mittlerweile ist es ein eigenständiges Open Source Projekt. „rpm“ ist vergleichbar mit „dpkg“ von Debian. Bei der Installation von „rpm-Paketen“ werden erforderliche Informationen als Dateien im Verzeichnis “/var/lib/rpm„ dargestellt, die Konfigurationsdateien zu „rpm“ befinden sich in der Datei “/etc/rpmrc„ oder “~/.rpmrc„. In „rpm“ Paketen werden Paketabhängigkeiten gespeichert, „rpm“ kann sie aber nicht automatisch auflösen. Um ein bestimmtes „rpm“ Paket zu suchen, kann man die Suchmaschiene rpmfind benutzen.


Syntax:

  • rpm [opt] [paket]




Optionen:

  • -i, --install ⇒ Pakete installieren.
  • -U, --upgrade ⇒ Aktualisiert Paket(e).
  • -F ⇒ Aktualisiert Paket nur, wenn eine Frühere Version installiert ist.
  • -e, --erase ⇒ erase - Pakete deinstallieren.
  • -h ⇒ Prozess veranschaulichen (Fortschritt) mit ###…
  • --import [key] ⇒ Installiert eine Schlüsseldatei.
  • -V, --verify ⇒ Prüft den Zustand eines Pakets. Die Dateien des Pakets, die seit der Installation verändert wurden.
  • -qa [--last] ⇒ Query all. Zeigt eine Liste aller installierten Pakete, mit der Option --last werdendie Pakete nach Installationsdatum sortiert.
  • -qi [paket] ⇒ Liefert Informationen zu einem Installierten Paket.
  • -qip [paket] ⇒ Liefert Informationen zu einem nicht Installierten Paket.
  • -ql [paket] ⇒ Zeigt alle zugehörigen Dateien des Pakets.
  • -qpl [paket] ⇒ Zeigt alle Dateien des heruntergeladenen oder nicht installierten Pakets.
  • -qd [paket] ⇒ Zeigt alle Dokumentationsdateien von Paket.
  • -qc [paket] ⇒ Listet alle Konfigurationsdateien von Paket.
  • -qf [pfad/datei] ⇒ Zeigt von welchen Paket eine Datei gehört.
  • -qp --requires [paket] ⇒ Zeigt alle Abhängigkeiten eines heruntergeladenen Pakets. Ohne die Opt. p für installierte Pakete.
  • -q --requires [paket] ⇒ Zeigt von welchen Paketen installiertes paket abhängt.
  • -q --provides [paketname] ⇒ Zeigt, welche Attribute(capabilities) paket zur Verfügung stellt.
  • -q --whatprovides [attr] ⇒ Zeigt, welches Paket das Attribut(Ergebnis von requires) bereits zur Verfügung stellt.
  • -q --whatrequires [attr] ⇒ Zeigt, welche Pakete auf das Attribut(Ergebnis von requires) angewiesen sind.
  • -? ⇒ Hilfe anzeigen.
  • -v ⇒ Verbose Mode, gibt mehr Informationen aus.
  • -vv ⇒ Wie -v, gibt noch mehr Informationen aus.




Beispiele:

[root@home ~]# rpm -i vim-5.0.99.i386.rpm

Installiert vim-5.0.99.i386.


[root@home ~]# rpm -qf /usr/lib/libssl3.so
nss-3.13.5-4.el5_8

Datei libssl3.so gehört zu Paket nss-3.13.5-4.el5_8.


[root@home ~]# rpm -qc cups
...
/etc/cups/client.conf
/etc/cups/cupsd.conf
...

Zeigt alle Konfigurationsdateien von Cups.


[root@home ~]# rpm -q --provides cups
...
/usr/bin/cancel
/usr/bin/lpd
...

Zeigt Attribute, die cups zur Verfügung stellt.



Werden bei der Installation Pakete von Unterschiedlichen Distributionen sowie Tarballs verwendet oder wenn ein Programm selbst kompiliert wird kommt die Paketverwaltung durcheinander. Der Grund dafür ist, dass die Informationen, welche Pakete auf dem System installiert sind fehlt oder die angaben passen nicht zusammen, da die verschiedenen Distributionen eigene Richtlinien von Paketabhängigkeiten haben.






Yum (Yellow Dog Updater Modified) ist ein Paketverwaltungswerkzeug für Red Hat Pakete. Yum löst alle Paketabhängigkeiten auf und installiert sie, dabei werden alle bekannten Paketquellen aus dem Verzeichnis “/etc/yum.repos.d/„ berücksichtigt. Die Heruntergeladenen Dateien werden in “/var/cache/yum/„ zwischengespeichert. Yum kann duch Plugins erweitert werden, um noch mehr Funktionen bereitzustellen.


  • /etc/yum.conf ⇒ Yum Konfigurationsdatei.
  • /etc/yum.repos.d/ ⇒ Verzeichnis für Paketquellen.
  • /etc/yum/pluginconf.d/ ⇒ Yum Plugins.
  • man yum.conf ⇒ manpage für yum.conf.




Syntax:

  • yum [opt] [paketname]




Optionen:

  • provides [paketname] ⇒ sucht das zu [paketname] gehörige Paket.
  • install [paketname] ⇒ durchsucht aktive Repositories nach Paketname und installiert es wenn vorhanden.
  • remove [paketname] ⇒ entfernt Paket und alle Abhängigkeiten.
  • erase [paketname] ⇒ entfernt ein Paket.
  • search [paketname] ⇒ durchsucht Paketnamen und Paketinformationen nach paketname.
  • list *paket* ⇒ sucht nach paketen in dem paket vorkommt.
  • info [paketname] ⇒ listet eine Beschreibung und Infos über Paketname.
  • update [paketname] ⇒ wenn im Repositorie vorhanden, wird paketname installiert.
  • update ⇒ aktualisiert alle installierten Pakete.
  • check-update ⇒ aktualisierungen anzeigen lassen.
  • clean ⇒ Löscht den Paketzwischenspeicher in /var/cache/yum/.
  • localinstall [/pfad zur/datei.rpm] ⇒ locales Paket installieren.
  • repolist ⇒ listet die Repositories auf dem System.
  • --enablerepo=repo1 repo2 ⇒ aktiviert repo's.
  • --disablerepo=repo1 repo2 ⇒ deaktiviert repo's.






Programm zum konvertiern von Paketen in verschiedene Paketformate.


Beispiel:

alien --to-rpm gimp-4.0.7.9_x86.deb
gimp-4.0.7.9_x86.rpm generated




Durch die teilweise unterschiedliche Struktur zwischen den Paketformaten ist bei Systempaketen der Verwendung von „alien“ Paketen abzusehen.






Dateien werden zu einem Archiv zusammengefasst ggf. komprimiert. Slackware verwendet z.B. dieses Archiv für Packages. Diese liegen dann im „*.tar.gz“ oder „*.tgz“ Format vor. Ab „Slackware 13.0“ werden auch die Formate „*.tbz“, „*.tlz“, „*.txz“ unterstützt. Einige Systeme bringen eigene Paketerweiterungen mit.



pkgtool


Grafisches Konsolen Frontend Tool zur Installation / Deinstallation von Paketen aus Verzeichnissen, Disketten oder CD's. Im Verzeichnis “/slackware/xap/„ der Slackware CD befindet sich das „pkgtool“ zur installation von Paketen von der CD.



installpkg


Package Installation auf der Kommandozeile. Die Option -warn listet die vorzunehmenden Veränderungen.



Syntax:

  • installpkg [opt] [paketname]




Optionen:

  • -warn ⇒ Trockenlauf, gibt änderungen nach Installation auf stdout aus, Installiert jedoch nichts.
  • -root/otherroot ⇒ Paket an einen anderen Pfad im Dateisystem als / installieren.
  • -infobox ⇒ Zeigt Dialog an wie das Paket installiert ist. Wird z.B. verwendet wenn installpkg von Scripten aufgerufen wird.
  • -menu ⇒ Zeigt einen Dialog ob das Paket installiert werden soll oder nicht.
  • -ask ⇒ wird in verbindung mit menu benutzt. Fragt ob das Paket unabhängig von der Paketpriorität installiert werden soll.




Beispiel:

installpkg qcad-1.4.0.1.i486-2.tgz





removepkg


Deinstallation von Paketen im Kommandozeilenmodus durch Verwendung von „reomvepkg“. Zur Deinstallation wird lediglich der Packagename benötigt.


Syntax:

  • removepkg [opt] [paketname]




Optionen:

  • -warn ⇒ gibt die vorzunehmenden änderungen an stdout aus.




Beispiel:

removepkg qcad-1.4.0.1.i486-2





upgradepkg


Updaten von Slackware Packages.


Syntax:

  • upgradepkg [paketname]




Beispiel:

upgradepkg qcad-1.4.2.0.i486-2.tgz





explodepkg


Entpackt Paket ins aktuelle Verzeichnis.


Syntax:

  • explodepkg [paketname]




Beispiel:

explodepkg qcad-1.4.2.0.i486-2.tgz



oder auch..

tar -xvzf qcad-1.4.2.0.i486-2.tgz





makepkg


Slackware Pakete erstellen. „makepkg“ verwendet dazu den Inhalt des aktuellen Arbeitsverzeichnises. Im Paket sollte sich ein „install/“ Verzeichnis, in dem sich die Datei „slack-desc“ (kurzbeschreibung des Pakets) und/oder noch Shell Skript Dateien befinden.


Syntax:

  • makepkg [opt] [paketname]




Optionen:

  • -l y ⇒ Symbolische links werden im Paket übernommen.
  • -c n ⇒ Eigentümer und Gruppe nicht automatisch auf root:root setzen.




Beispiel:

$ makepkg -l y -c n beispiel_paket-1.0.1.tgz






Ports wird meist bei BSD Systemen verwendet, dass die Software mit den Makefiles aus dem Quellcode kompiliert.

FIXME




Im Gentoo Portage System werden die Pakete aus dem Quellcode kompiliert. Nach einem Paketupdate muß erneut kompiliert werden. Dass Paketverwaltungsprogramm „emerge“ löst Abhängigkeiten automatisch auf.


Syntax:

  • emerge [opt] [paket]




Optionen:

  • -C ⇒ Paket deinstallieren.
  • -uD world ⇒ komplettes Paketsystem updaten.
  • -s (suchbegriff) ⇒ suchbegriff nach Paketnamen.
  • -S (suchbegriff) ⇒ suchbegriff nach Beschreibung.
  • sync ⇒ Liste der verfügbaren Ports aktualisieren.







FIXME



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